zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2008
Einen Mehrzweck-Kulturtopf aus Kunststoff, gefüllt mit sauberem Blähton, der... |
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...in einen passenden, wasserdichten Übertopf aus glasierter Keramik oder ebenfalls aus Kunststoff gesteckt wird, außerdem evtl. (erst ab einer Gefäßhöhe von 11 cm halbwegs sinnvoll)... |
...einen Wasserstandsanzeiger, der den Überblick über die Höhe der Nährlösung im Gefäß erleichtert. Auch er muss die zum Gefäß passende Höhe haben, d.h. der Beginn der Skala muss sich an der Oberkante des Kulturtopfes befinden, wenn der Anzeiger bis zum Boden darin eingelassen ist. |
Der Kulturtopf ist am Boden, am unteren Rand und (bei größeren Töpfen) auch weiter oben in den Seiten geschlitzt. Das gewährleistet, dass die Wurzeln gut an die Nährlösung gelangen können sowie eine gute Durchlüftung des Substrats. Außerdem sieht man sehr leicht, wann umgetopft werden muss: Irgendwann schauen nämlich immer längere Wurzelschlangen unten raus, die sich auch gern miteinander verflechten, wenn man das Umtopfen zu lange aufschiebt.
Übertöpfe aus Glas sind mir noch nicht untergekommen, theoretisch müsste das Material aber auch passen; allerdings würde durchsichtiges Glas unerwünschterweise die Bildung von Algen in der Nährlösung begünstigen.
Diese befindet sich unten im Übertopf und umspült (nur!) die Basis des Kulturtopfes, so dass die darin enthaltene Pflanze sie mit ihren Wurzelspitzen erreichen kann, dabei aber nicht mit empfindlichen Teilen "unter Wasser" steht. Ist die Flüssigkeit aufgebraucht, sollte man einige Tage mit dem Auffüllen warten. Füllt man zuviel Wasser ein, werden Teile des Wurzelsystems faulen und absterben, Das dürfte das Vorurteil erklären, Hydrokultur würde "stinken".
Die abgebildeten Elemente kommen als Tischgefäße, auf Fensterbänken und für einzeln stehende, nicht zu große Kübelpflanzen zum Einsatz, Lösungen für Büros und Säle weichen sowohl in der Form als auch bzgl. des Wasserstandsanzeigers davon ab, das Prinzip ist allerdings dasselbe. Da ich mich nur über Zimmerpflanzenhaltung im Privatbereich informiert habe, wird hier der "Großeinsatz" auch kein Thema sein.
1. Einführung 2. Der Behälter 3. Der Wasserstandsanzeiger 4. Das Tonsubstrat (Blähton) 5. Pflege von Pflanzen in Hydrokultur 6. Umstellung von Pflanzen in Erde auf Hydrokultur 7. Vermehrung durch Stecklinge in Hydrokultur 8. Aussaat in Hydrokultur 9. Vor- und Nachteile von Hydrokultur 10. Irrtümer