zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2008

   Die Grundlagen  

9. Vor- und Nachteile von Hydrokultur auf einen Blick

Vorteile

Nachteile

  • Umtopfen wesentlich leichter und sauberer

  • Wurzeln werden besser mit Luft versorgt

  • Wurzeln lassen sich schneller und unkomplizierter auf Schäden überprüfen

  • seltener Gießen erforderlich (Topp-Vorteil im Urlaub)

  • durch Wasserstandsanzeiger besserer Überblick, wann gegossen werden muss

  • Schädlinge, die in Erde leben, finden keinen Nährboden

  • Raum-Luftfeuchtigkeit wird erhöht, weil immer auch etwas Wasser aus dem Topf verdunstet

  • Stecklinge können direkt in Blähton gesetzt werden und müssen nicht mit den ersten zerbrechlichen Würzelchen umgesetzt werden

  • sämtliches Zubehör kann immer wieder verwendet werden (Substrat lässt sich auskochen)

  • Düngen mit Hydrodünger ist völlig unkompliziert und erfolgt nur alle 3-4 Monate, alle Pflanzen bekommen denselben Dünger

  • Überdüngung ausgeschlossen, die Pflanzen nehmen, was sie brauchen

  • auch kalkempfindliche Pflanzen können mit stark kalkhaltigem Wasser gegossen werden, wenn spezieller Hydro-Dünger mit Ionenaustauschern eingesetzt wird

  • Pflege ist einfach, wenn Grundsätzliches beachtet wird

  • Pflanzen wachsen angeblich besser (hab ich nicht überprüft)

  • Pflanzen sind angeblich langlebiger

  • für Staub-Allergiker: kein Nährboden für Allergene an Hydro-Pflanzen im Schlafzimmer

  • teils recht hohe Anschaffungskosten für Zubehör, v.a. Dünger

  • nicht bequem überall erhältlich

  • aufgrund der fehlenden Isolation einer Erdschicht bekommen Pflanzen leichter „kalte Füße“ – relevant bei Balkon-Kübelpflanzen und im Winterquartier

  • selbst im Pflanzenfachhandel bekommt man oft drastische Fehlinformationen

  • extrem große Pflanzen finden evtl. nicht genug Halt, so dass schwereres Substrat verwendet werden muss (Lava o.ä.)

  • die Standortansprüche oder Beschaffenheit mancher Pflanzen vertragen sich so schlecht mit dem System, dass ihre Haltung in Blähton aufwändiger wäre als in Erde (z.B. Zwiebelgewächse wie Ritterstern)

  • Haustiere können zugängliche (also fast alle) Pflanzen in Blähton mühelos ausbuddeln, besonders für Katzen- und Kaninchen-Halter empfiehlt sich Hydrokultur also nur sehr bedingt. Freunde von mir besitzen allerdings eine irre Katze und haben das Problem daher auch mit Erdpflanzen, sie lösen es durch große Steine auf den Topfoberflächen.

1. Einführung   2. Der Behälter   3. Der Wasserstandsanzeiger   4. Das Tonsubstrat (Blähton)   5. Pflege von Pflanzen in Hydrokultur   6. Umstellung von Pflanzen in Erde auf Hydrokultur   7. Vermehrung durch Stecklinge in Hydrokultur   8. Aussaat in Hydrokultur   9. Vor- und Nachteile von Hydrokultur   10. Irrtümer