zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2008

   Die Grundlagen  

3. Der Wasserstandsanzeiger

Bevor ich mir einen neuen genialen Artikel über Wasserstandsanzeiger aus den Fingern sauge, verweise ich lieber auf die beste mir bekannte Adresse.

Dort findet sich alles Wichtige, inkl. der wenig bekannten Tatsache, dass Anzeiger von weniger als 11cm Länge (also passend zu Töpfen mit weniger als 11cm Randhöhe) reine Geldverschwendung oder sogar gefährlich für die Pflanzengesundheit sind, da sie konstruktionsbedingt das Vorhandensein von Nährlösung erst ab einer Höhe anzeigen, die eigentlich schon zuviel für die meisten Pflanzen ist. Die "Optimum"- oder gar "Maximum"-Marke ist bei diesen Anzeigern also reiner Blödsinn.

An dieser Stelle möchte ich lediglich erwähnen, dass nach allem, was es zu lesen gibt, die Anzeiger in der Hydrokultur zwar etwas zuverlässiger funktionieren als beim "Seramis"-Prinzip, dass ich aber dennoch im Zweifelsfall lieber den Kulturtopf aus dem Übertopf hebe, als blind zu gießen. DAFÜR allerdings ist der Wasserstandsanzeiger echt praktisch, ich fasse bei größeren Pflanzen (natürlich nicht ZU groß und schwer) den Topf an ihm und dem gegenüberliegenden Gefäßrand an, um den Kulturtopf rauszuheben und drunter zu schauen… *räusper*

Bild 5: Praktisch finde ich auch die an vielen Wasserstandsanzeigern (oder "Nährlösungsstand-Anzeigern") vorhandene Markierungsmöglichkeit (verschiedene Ausführungen von verschiedenen Herstellern auf dem Markt - im Bild die drehbare rote Kappe ganz oben), die mich daran erinnert, wann die betreffende Pflanze zuletzt Langzeitdünger erhalten hat - in diesem Fall im März 2008, als sie umgetopft wurde. Was die Skala betrifft, egal wie viele Webseiten propagieren, dass man ruhig für den Urlaub bis zum "Maximum" auffüllen könne: Ich gieße so gut wie NIE über die „Optimum“-Marke hinaus und warte nach dem Verschwinden der letzten Wasserpfütze im Übertopf immer noch ein oder zwei Tage mit dem Nachgießen. Bislang hatte ich nach dieser Methode weder vertrocknete noch verfaulte Pflanzen, auch nicht bei zweiwöchiger Abwesenheit. Die einzige Ausnahme bilden direkt ohne oder mit nur kurzen Wurzeln in Blähton gesetzte Stecklinge mit großem Durst, z.B. von Efeututen. Aber auch die bekommen nur einmal und dann nie wieder diesen "Wasserglas"-Zustand. Brauchen sie im Prinzip auch nicht, das hält dann nämlich ziemlich ewig vor, bis dahin gibts dann auch ausreichend Wurzeln.

1. Einführung   2. Der Behälter   3. Der Wasserstandsanzeiger   4. Das Tonsubstrat (Blähton)   5. Pflege von Pflanzen in Hydrokultur   6. Umstellung von Pflanzen in Erde auf Hydrokultur   7. Vermehrung durch Stecklinge in Hydrokultur   8. Aussaat in Hydrokultur   9. Vor- und Nachteile von Hydrokultur   10. Irrtümer