zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2008

   Die Grundlagen  

7. Vermehrung durch Stecklinge in Hydrokultur

Das Bewurzeln von Stecklingen (auch Stammstecklingen) funktioniert in leicht feuchtem Blähton hervorragend, ganz ohne Erde:

Bild vom 24.4.08: Der längste und Trieb einer großen Dracaena marginata bicolor, die an einen neu vorgesehenen Standort nicht mehr passte. Die Pflanze gehörte meiner Schwägerin, die dieses lange krumme Teil einfach in einen Eimer mit Blähton gesteckt hat, wo er bereits einige Monate lang neue Wurzeln entwickelt hatte, als dieses Bild gemacht wurde. Anschließend hat sie den Riesensteckling mir verehrt.

Bild vom 24.4.08: Gewachsen in Blähton von November '07 bis April '08. Man sieht hier sehr schön, wie einfach die Wurzelkontrolle im Zweifelsfall ist – von den Wurzeln habe ich nur etwas anhaftenden Blähton abgeschüttelt und anschließend kurz drüber gespült. Trotzdem würde ich kein Gewächs ohne triftigen Grund austopfen, weil dabei immer zumindest kleine Teile der Wurzeln abbrechen und damit für die Pflanze Stress bedeuten. Wenn allerdings Verdacht auf Wurzelfäule besteht, hat man es mit Blähton jedenfalls einfacher als mit Wurzeln in Erde.

Bild vom 24. April 2008: Der frisch in drei Teile zersägte und in Blähton eingetopfte Trieb. Der längste Stamm hat Wurzeln, der mit Blattschopf nicht, der krumme kleine Stamm muss Wurzeln & Schopf neu bilden. Inzwischen haben die beiden blattlosen Stämme jeweils zwei deutliche Beulen, aus denen neue Blätter austreiben werden:

Bild vom 24. April 2008: Der längste Stamm nach dem Zersägen in Nahaufnahme.

Bild vom 22. Mai 2008: Die Spitze des Neuaustriebs am längsten Stamm (frontal).

Bild vom 22. Mai 2008: Die Spitze des Neuaustriebs am längsten Stamm (Seitenansicht).

aktuelle Ansicht der Dreier-Dracaena

Weitere Beispiele:

    

 

 

Bild vom 5.5.08: Stecklinge aus einem abgebrochenen Hoya bella-Zweig, eine Woche zuvor einfach mit gewaschenem Blähton in ein gut gespültes Schraubglas gesteckt.

Nahaufnahme der Wurzeln

Zehn Tage später; ganz schön gewachsen - und so sieht die Hoya bella (bzw. die vier Einzelpflanzen) heute aus

Steckling einer Kalanchoe, nur in feinkörnigem Blähton und etwas Wasser in ein Schälchen gesetzt; nach zwei Wochen erste Blüten

1. Einführung   2. Der Behälter   3. Der Wasserstandsanzeiger   4. Das Tonsubstrat (Blähton)   5. Pflege von Pflanzen in Hydrokultur   6. Umstellung von Pflanzen in Erde auf Hydrokultur   7. Vermehrung durch Stecklinge in Hydrokultur   8. Aussaat in Hydrokultur   9. Vor- und Nachteile von Hydrokultur   10. Irrtümer